Lernziele
Lernziele
Schau dir das Video an. Gesprächsrunden sind die Grundlage der Soziokratie und sehr wirkungsvoll, denn...
…es nimmt die Anspannung, wenn jeder weiß, wann er/sie an der Reihe ist.
...in Runden braucht man nicht den Mut zu haben, in die ganze Gruppe zu rufen.
REGELN:
Lies den Text durch und finde heraus, welche Dynamik das Sprechen im Kreis auslösen kann:
Normalerweise gibt es in jeder Gruppe immer Personen, die viel und schnell reden. Das ist meist nicht negativ gemeint. Es bedeutet jedoch, dass die anderen Gruppenmitglieder kaum oder gar nicht zu Wort kommen. Normalerweise merken die Extrovertierten das gar nicht. Sie oder er könnte denken, dass die anderen, wenn sie sich nicht sofort zu Wort melden, gar keine Meinung haben.
Anderseits gibt es in Gruppen auch immer Personen, sie sich kaum oder gar nicht melden. Meistens deswegen, weil sie sich schwertun, vor vielen Menschen zu sprechen oder weil es schwierig ist, den richtigen Zeitpunkt zu finden, sich zu Wort zu melden.
Für die Gemeinschaft und somit auch für das Finden einer gemeinsamen Lösung ist es eine unglaubliche Bereicherung, wenn alle Personen zu Wort kommen und ihre Perspektiven einbringen können.
Die Kommunikationsform des Sprechens in Runden bietet dafür Orientierung und strukturelle Unterstützung. Jede*r hat nach der Reihe die Möglichkeit, etwas zu sagen. Die anderen hören zu und warten, bis sie dran kommen.
Reflektiere darüber, zu welchem Typ du eher tendierst:
Mache dir Gedanken zu diesen Fragen, schreib sie dir auf. Beobachte beim Sprechen in Runden, wie sich dein Verhalten verändert.
Markiere auf die richtigen Aussagen:
Wie moderiere ich Runden?
Es braucht Zeit, bis eine Gruppe die psychologische Sicherheit aufgebaut hat, damit jede:r sich im Kreis einbringt. Das nötige Vertrauen wird aufgebaut, indem keine lustigen und unnötigen Kommentare gemacht werden, man nur spricht, wenn man an der Reihe ist. Es geht darum, sich die Meinung der anderen anzuhören und so mehr über sie erfährt.
Beginnt damit, das Sprechen in Runden in kleinen Gruppen von 3-4 Schüler:innen zu üben. Je kleiner die
Gruppe ist, desto mehr Stimmen können gehört werden. Dies ist die Grundlage für die Beteiligung. In der kleinen Runde ist es einfacher, das Sprechen im Kreis zu üben.
Wenn jemand während dem Zuhören eine Idee bekommen, die unbedingt gesagt werden, bitte als Moderator:in die Person darum, die Idee aufzuschreiben und der Person, die gerade spricht, wieder zuzuhören. Im besten Fall haben dafür alle immer etwas zum Schreiben vor sich liegen.
Lerne, wie du am besten mit einer Doppelrolle umgehen kannst:
Doppelrolle: Moderation + Teil der Gruppe?
Am einfachsten ist es, wenn sich die Moderator:in zuerst nur auf ihre neue Aufgabe konzentriert
und sich inhaltlich nicht einbringt. Das Moderieren ist nämlich für viele neu und braucht Training.
Wenn dies schon gut gelingt, kann die Moderation die Doppelrolle ausprobieren. Dann ist es hilfreich, wenn jemand in der Kleingruppe die Moderation gegebenenfalls daran erinnert, wenn sie ihre Moderationsrolle verlassen
hat und wieder im vollen Redefluss gelandet ist.
Reflektiere nach ein paar mal Sprechen in der Runde, was du gelernt hast: